Posts Tagged ‘Physik’

Ich wusste es

Sunday, April 13th, 2008

Ich lese gerade ueber Google Books das Buch “Skurrile Quantenwelt” von Silvia Arroyo Camejo, die ja auch schon beim Spiegel unter “21 unter 21″ (Propaganda, imo) vorkam. Sie soll ja so ein uebliches, jugendliches Genie sein, oder so in der Art - aber schon im ersten Kapitel einen Fehler machen, der mir, einem Mittelstufler, der sich langsam nebenher die Quantenmechanik beibringt, auffaellt? Ich zitiere:

[…] Genauer gesagt bilden die elementaren Quarks besagter Nukleonen [(Protonen & Neutronen)] zusammen mit den Austauschteilchen (Wechselwirkungsbosonen) [Eichbosonen] der starken Kernkraft vielmehr ein kompliziertes, konfuses Gemenge aus Quarks, Antiquarks [rofl] und verschiedenen Gluonen, ein sogenanntes Quark-Gluonen-Plasma [!], doch dürfte dies nichts Wesentliches an der Kernsaussage ändern. […]

(http://tinyurl.com/4beztk)

Man beachte meine Zusaetze in eckigen Klammern. Antiquarks? Vielleicht in Antiteilchen, etwa einem Antiproton, aber doch nicht so. Aber Quark-Gluonen-Plasma? Das ist der Zustand, den die Quarks und Gluonen erreichen, wenn sie so heiß sind, dass die sich fuer kurze Zeit frei bewegen koennen. D.h. dass die Gluonen nicht mehr in der Lage sind, diese in ‘nem Gespann einzuspannen (confinement). Wuerde sowas staendig herrschen, haette sie jedenfalls keinen solchen fatalen Fehler (eine sehr haeufige Alliteration, btw; heute habe ich diese schon 3 mal waehrend des Schreibens geschrieben) gemacht, da dann gar kein Leben moeglich waere. Allerdings erlaubt unser Universum sowas eh nicht, da es eh die ganze Zeit abkuehlt und so.

Achja: Dass Protonen aus 2 up-Quarks und einem down-Quark bestehen kann man sich mit “Pruudon” merken; analog dazu, beim Neutron, das “Neuddron”. Desweiteren kann man sich, wenn man nicht gerade zu jedem Dreck eine philosophische Frage stellt, das confinement der Quarks so vorstellen, dass Gluonen die Reiter von Streitwagen sind und die Quarks die Pferde sind; hat man ein Pferd, so wuerde man wohl eher auf dem so reiten. Hat man mehrere Pferde, spannt man die vor den Streitwagen und zwar so viele, wie eben moeglich sind. (Ohne zu zerfallen, oder so in der Art; bei der Analogie waere das wohl, ohne dass die Raeder vom Karren fliegen.)

So long, Ihr Herr Berichtiger vom Zynismusamt.

E: Bah, Geizkragen, auf Seite 30 schon Ende Gelaende. Kaufen werde ich mir das nicht, im IntarnetZ gibt’s wesentlich bessere Informationen, vor allem auf Seiten mancher Unis. U.a. habe ich mir vor kurzem die komplexe Arithmetik (Rechnen mit komplexen Zahlen) mit Hilfe von dieser Seite beigebracht, die auch noch nette Informationen zu Gleichungen und Funktionen hat. (Vorsicht: Ich weiß auch nicht, ob es mit den Javaapplets dort zusammenhaengt, aber mein Computer haengt sich manchmal auf, wenn ich da auf ‘ne Seite mit ‘nem Applet gehe. Allerdings geschieht das i.d.R. nur, wenn mein Computer schon etwas laenger an ist - dass sich mein RAM inklusive meinem Swap ueberlaedt, ist unwahrscheinlich, da Firefox bei mir noch nie ueber 350MB gezogen hat und Cacao auch nicht mehr als 150MB hinbekommt - das schafft mein RAM sogar noch alleine.)

Analogien

Tuesday, March 11th, 2008

Die scheinen nicht gerade die Staerke unseres Physiklehrers zu sein. Er hat nicht einmal gesagt, dass das eine Analogie ist, was anderes kann es aber nicht sein.

Eine Wandergruppe wandert gerade ueber einen Acker; die Personen machen kleine Schritte, ergo ist v klein. Nun tritt die Wandergruppe auf die Wiese ueber und macht groeßere Schritte, ergo wird v groeßer. Desweiteren geht die Wandergruppe wegen den groeßeren Schritten nun in einem etwas groeßeren Winkel. (gesehen vom Uebergang Acker -> Wiese, war aber nicht ersichtlich, weder aus Formulierung, noch Zeichnung) (Die eigentliche Formulierung und die Zeichnung von dem waren sehr viel laenger und erheblich ungenauer; ich sehe mich selbst nicht imstande, sowas idiotisches wiederzugeben. Tut mir Leid, aber das kratzt an meinem 42 Gigaparsec^3 großem Ego, sowas wiederzugeben.)

Das soll, ohne dass er es erwaehnt hat, eine Analogie dazu sein, wie Licht in optisch dichten Medien “bremst” und bei optisch duenneren Medien “beschleunigt” ((und es vom Einfallslot weggebrochen wird, ohne zu erwaehnen, dass dabei immer etwas reflektiert wird) zumindest habe ich das interpretiert). Folgendes ist eine erheblich bessere Analogie: In einer Gegend, in der viele Leute (=Teilchen) sind (optisch dichtes Medium), die man (=Lichtstrahl, unabhaengig vom “kennen”) kennt, bleibt man oefter stehen, um mit diesen kurz zu reden (=interagieren). Wenn man nun in eine Gegend uebertritt, in der weniger Leute sind (optisch duennes Medium), die man kennt, so verbraucht man weniger Zeit, um mit diesen zu reden und bewegt sich somit insgesamt schneller. Desweiteren schlaegt man dann einen anderen Weg ein (=vom Lot wegbrechen), um vielleicht mehr Leute (nur zur Begruendung) zu treffen, laesst aber noch etwas Methan ab (=Reflektion), waehrend man zur neuen Gegend uebergeht. (Wer sagt, dass es keine Gesellschaften gibt, in denen Methan ein Zeichen der Freundschaft ist? Von so einer gesellschaftlichen Norm lasse ich mich doch nicht abbringen.)

Der letzte Teil davon ist etwas sehr erzwungen; man kann sich ihn aber folgendermaßen vorstellen: Die v des Lichts wird groeßer, wenn es in ein optisch duennes Medium uebergeht. Da ein Lichtstrahl immer den kuerzesten Weg nimmt (zu irgendwas; wir wollen nicht philosophisch werden), so bricht das Licht sich vom Lot weg. (So ungefaehr eben. Ich moechte da nicht zu sehr ins Detail gehen.)

So viel zu Analogien. Wusstet ihr eigentlich schon, dass Franzoesisch beschissen ist? Ich weiß es jedenfalls.

(Angemerkt sei noch, dass ich weiß, dass Licht aus Energiepaketen besteht, das aber nicht reinpasst. Ich habe auch noch ein paar andere Sachen weggelassen, da sie derzeit fuer den Unterricht nicht relevant sind … wobei, ist das Snelluische Brechungsgesetz relevant, wenn der Lehrer keinen einzigen Hauptsatz der Thermodynamik dranbringt?)

So long.