Archive for May, 2008

Mitzeichnen!

Wednesday, May 21st, 2008

http://tinyurl.com/4k9zne

Gegen diese wahnsinnige BKA-Novelle, die diesen Spinnern nahezu alles erlauben wuerde. Platzverweise auf unbestimmte Zeit, Wegsperren von Personen nach Lust, und so weiter. Sowas darf nicht kommen!

So ein ungutes Gefuehl

Monday, May 19th, 2008

Nicht, weil ich naechste Woche an einem Tag eine Englischarbeit und am selben Tag ein Deutschreferat, bei dem ich nun, dank meiner schrecklichen “Aus manchen Einzelteilen kann man alles bauen.”-Einstellung, gar nicht mehr weiterkomme, sondern weil ich vor ein paar Minuten Pointer waehrend des Notizenmachens benutzt habe. Pointer. Args. Gerade diese Dinge, die so unglaublich nuetzlich aber dennoch toedlich sind; aber ob “* = &z4” ein valider Pointer IRL ist, ist eine andere Frage. (Natuerlich unabhaengig davon, dass da die Deklaration des Datentypes und der Pointername fehlt.)

Desweiteren ist zu erwaehnen, dass ich wieder ein paar Buecher mehr habe; insbesondere freue ich mich beim Lesen auf “The Second Chronicles of Thomas Covenant, the Unbeliever”, “English as a Second F*cking Language” und “Night Shift”. Nebenbei habe ich mir auch “Essential System Administration” von Æleen Frisch gekauft, denn ich will schließlich auch die absolute Kontrolle ueber die Computer in der Schule haben, in der ich irgendwann unterrichten werde.

Ansonsten verdinge ich mich eben als Sysadmin/Programmierer.

So long.

So nebenbei bemerkt

Thursday, May 15th, 2008

Anscheinend will find sich nicht einfach redirecten(TM) lassen, sondern muss an eine Datei angehaengt werden. D.h. “find -H /* -maxdepth 10 -name “*24*” -print > /home/trinox/findlog.log” funktioniert nicht, waehrend die Version mit “>>” funktioniert. Merkwuerdig.

Hardy Heron - eher “Hardly Stable”

Saturday, May 10th, 2008

Ich kaempfe nun seit etwas mehr als einer Woche mit Hardy Heron - und es ist grausam. Es ist definitiv das Vista der *nixe; derzeitig crasht es spontan alle Stunden, Flash haut Firefox 3 immer wieder in die Eier (Bekanntes Problem; liegt bei Flash und Adobe, aber dennoch: Warum ‘ne Beta in ‘ne LTS aufnehmen?), spontante Entzündung der Hardware … halt, nee, das war South Park.

Jedenfalls kann ich Ubuntu 8.04 niemandem empfehlen - Gutsy konnte ich noch mit modifizieren der menu.lst von Grub (und ein paar anderen, manuellen Kniffen) richtig hinbiegen, aber bei Hardy bin ich ratlos. Ich werde in naechster Zeit voller Freude versuchen, Slackware zu installieren - wenn das nicht geht, so probiere ich Arch und danach Fedora.

Zum Themchen Wahrheit

Sunday, May 4th, 2008

Wahrheit - objektiv, selbstverstaendlich - ist ein prekaeres Thema. Manche, oder eher gesagt sehr viele, moechten gar nichts davon hoeren, da sie ja lieber nur Spaß haben. Spaßgesellschaft eben. Oder auch Wegwerfgesellschaft, da Spaß immer nur temporaer und niemals permanent ist. Doch kann man das als Gesellschaft ueberhaupt verantworten?

Nein, denn als Gesellschaft muss man sich der objektiven Wahrheit stellen - immer. Oder man wird relativ schnell von machtgierigen Politikern in eine Pseudospaßgesellschaft umgewandelt, in der jeder ueberwacht und kontrolliert wird. Hierbei akzeptiert der Großteil der Gesellschaft die Unterdrueckung, so in der Art von “Ach, ist uns doch egal, wir haben immer noch Spaß und so.” Dies kann eine Gesellschaft einfach nicht verantworten, da dadurch Personen, die von der Elite, d.h. den Herrschenden (oder dem Herrschenden), als stoerend empfunden werden, schnell einfach mal so verschwinden. Oder aber sie werden als Kinderschaender oder gar Terroristen gebrandmarkt. (Dies geschieht momentan eh; und wenn die Eltern eines verzogenen Kindes meinen, dass ein Lehrer so richtig fies ist, weil er ihrem Kind objektiv einen Sechser gegeben hat, so ist das ja ganz klar ein Kinderschaender - aus Sicht der Eltern.) So wird eine Gesellschaft indoktriniert, Individualismus verschwindet und der schoene Spaß auch, da sich so Leute einfacher kontrollieren lassen - da habt ihr’s, ihr faulen Saecke, die ja nur Spaß haben wollen.

Fuer Spaß muss man kaempfen - wie auch fuer Freiheit, Recht, Toleranz und viele andere Dinge. Wenn sich eine Gesellschaft einer bestimmten Sache - sei dies nun Spaß oder Freiheit, dies kann man arbitraer waehlen (aber wohl kaum Diskriminierung oder aehnliches) - unterordnet, so sollte sie diese Sache auch aufrechterhalten, da die Gesellschaft ansonsten in sich zusammenbricht und ihren Wert verliert. Dadurch hat sich der Sinn einer Gesellschaft - der abstrakte Begriff fuer eine Menge von Menschen, die sich etwas zum Ziel - auch unterbewusst - gesetzt haben, wobei aber anzumerken ist, dass dies nicht fuer alle Menschen in der Menge gelten muss - invalidiert. Sollte sowas geschehen, so hat die Gesellschaft es einfach so hingenommen, dass sie vernichtet wird, denn zur Gesellschaft gehoeren ebenso Staatsdiener, deren Befehlshaber (Politiker) i.d.R. stets danach streben, die Gesellschaft nach ihren Wuenschen zu ordnen.

Insofern: Menschen aller Welt; vereinigt euch!

Aber, aber! Was hat das mit Wahrheit zu tun? Falls eine Gesellschaft es hinnimmt und den Wuenschen der machtgierigen Politikern nachgibt oder sogar unterstuetzt, so akzeptiert sie die Luege, dass sie danach weiterhin existieren wird. Und nun kommt die subjektive Wahrheit ins Spiel: Die Gesellschaft haelt es fuer wahr, obwohl es falsch ist. Die subjektive Wahrheit ist von sich aus eine Gefahr fuer jede Gesellschaft; allerdings kann keine Gesellschaft mit Individualismus ohne Subjektivitaet auskommen, da ansonsten alle die selbe Persoenlichkeit haetten. Dies ist aber schon rein von den Genen unmoeglich. Es muss ein guter Kompromiss zwischen subjektiver und objektiver Wahrheit gefunden werde, wobei im Zweifelsfall die objektive Wahrheit immer gewinnt.

Mit den “demokratischen” Systemen von heute gewinnt die objektive Wahrheit eher nicht - sie wird vom Kapitalismus getreten, geschlagen, misshandelt und so weiter und so fort. Ebenso verfahren Politiker, die unbedingt gewaehlt werden moechten: Sie kehren die objektive Wahrheit unter den Teppich und erzaehlen waehrend des Wahlkampfs so viele Luegen, dass sie objektive Wahrheit unter dem Teppich erstickt.

Aus dem Vorhergegangen kann man schließen, dass auch in der Spaßgesellschaft Bereitschaft zum Widerstand da sein muss - ebenso wie Akzeptanz von Fakten und des Zweifelns an Politikern, die nur groß herumposaunen. Ansonsten wird die Spaßgesellschaft relativ schnell zu einer unspaßigen Gesellschaft.

Mindestlohn

Friday, May 2nd, 2008

Ein leidiges Thema - manche wollen ihn, manche wollen ihn nicht, manche nennen das Gerechtigkeit, andere nennen das Ungerechtigkeit.

Da die menschliche Ansicht schon von sich aus relativ im Sinne der Relativitaetstheorie ist, muss man hier zwei verschiedenen Beobachtern (Urteilern) unterscheiden: Der Person der Unter- und Mittelklasse (zusammengefasst in der Arbeiterklasse) und der der Oberklasse (Kapitalist). (Streng genommen gibt es noch den 3. Beobachter, der keine Meinung dazu hat; dies hat aber so viel Sinn, wie imaginaere Lorentzfaktoren, also Sachen wie Tachyonen, um mal bei der Analogie zur Relativitaetstheorie zu bleiben.) Die Arbeiterklasse moechte, natuerlich, mehr Geld - wie koennte sie das nicht wollen? Ihre Kaufkraft steigt mit mehr Geld. Aber warum nennt das die Oberklasse schlecht, oder gar ungerecht? Sie bekommt das Geld ja wieder, da durch mehr Kaufkraft automatisch mehr gekauft wird - ergo wird man als irgendein beschissener Kapitalist, der sich einen Dreck um seine Arbeiter kuemmert, mehr Profit machen.

Nun, der Kapitalist nennt das schlecht, weil er kurzzeitig denkt - in kurzer Zeit moeglichst viel Gewinn: “Was, mehr Kosten?! Und wer sagt mir, dass die dann sicherlich mehr kaufen?! NEE!!!1!” Auch aus einem anderen Grund nennt er es schlecht: “Da koennten sich diese Arbeiter auch noch einbilden, dass sie etwas waeren und nicht nur dazu da sind, meine Waren zu produzieren und zu vertreiben!!1!”

Beide Gegenargumente des Kapitalisten sind irrational, egomanisch und nur so von der Ueberzeugung gefuellt, dass sie etwas besseres waeren, dass sie keine Fehler machen, dass auf eine laengere Zeitspanne geschoben nichts funktioniert. Die Oberklasse war eigentlich schon immer so - mit ihrer gewaltigen Macht und ihren großen Geldmengen konnte sie sich nie das Leben anderer vorstellen. Und wenn dann auch noch mehrere Generationen nacheinander zur Oberklasse gehoeren, so kommt schnell etwas wie “Minderleister” - oder auch schon in sogenannten Eliteuniversitaeten, die die menschenfeindliche Elite der Zukunft ausbilden.

Wieder das Bild des Flugzeugs des Kapitalismus: Aus hoeherer Kaufkraft folgen magerere Kapitalisten und eine hoeher steigende Maschine. Aus niedrigerer Kaufkraft folgen dickere Kapitalisten und eine fallende Maschine. Bei ersterem gilt der Mindestlohn, bei letzterem nicht. Nun, wenn der Mindestlohn bei einer sinngemaeßen Grenze eingefuehrt wird, die die Kapitalisten nicht zu brasilianischen Models werden laesst, und das Flugzeug gut steigen laesst, so haben wir doch eine perfekte Balance, sodass der Kapitalismus erst einmal nicht bruchlandet. (Wobei das eigentlich ganz gut waere.)