Archive for April, 2008

Man nehme

Wednesday, April 30th, 2008

- ein erneutes Interesse an Orwell
- einen Kopf, der so voll ist, dass er gerade eben uebergequollen ist
- eine antinationalistischen Menschen, der das Wort “Landeszugehoerigkeit” in jeder seiner Formen voellig vernichten moechte und eine einheitliche Welt haben moechte

und ruehre dies alles in einem Topf mit Elvenking, einem langen Wochenende und der absolut ueberselbstbewussten Meinung, dass man wirklich mal eine wissenschaftliche Arbeit ueber den Kapitalismus benoetige, der mein geistiges Bild davon als Titelseite hat: Ein Flugzeug; an Bord die Kapitalisten, die Fuehrungsklasse (oder Fuehrerklasse, wer sie gleich mit Hitler vergleichen moechte); der Treibstoff ist die Kaufkraft, d.h. er muesste staendig produziert werden und die Kapitalisten duerfen nicht allzu viel davon bei sich behalten, da sie ansonsten zu schwer werden und der Treibstoff nicht mehr reicht, um sie in der Luft zu halten. Momentan schaut es so aus, als ob das Flugzeug direkt in ein felsiges Feld hereinkracht, welches dann die Kapitalisten arg verwundet. Oder eben nur die ganzen anderen Klassen, je nachdem, ob es die ichwilldochsogerne-orwellschen Staaten schaffen, oder nicht.

Was dies nun konkret heißt: Ich werde, entgegen meiner feinen Planung fuer das Erlernen der funktionalen Programmierung (Die kann man wenigstens mathematisch beweisen; nehmt das, ihr OOPPler!), nun wieder in politische Wortschwalle abschweifen.

Nundenn, ich werde zunaechst eine allgemeine Attacke auf alle Personen richten, inklusive mir selbst: Diese Gesellschaft als Gesamtmenge aller menschenlichen Gesellschaften ist der letzte Dreck. Dagegen waren die Nazis nichts. Die Juden durften noch relativ schnell sterben; die heutigen Menschen werden gefoltert, mit Luegen indoktriniert und nie der eigentlichen Wahrheit zum Fraß vorgeworfen. Hae? Wie? Der Wahrheit zum Fraß vorgeworfen werden? Die Menschen heutzutage wollen gar keine Wahrheit mehr! Es ist eben auch so viel einfacher in einer Luegenwelt wie War is Peace - Freedom is Slavery - Ignorance is Strength zu leben. Dort ist keine Wahrheit noetig; was die Autoritaet sagt, gilt. Wenn die Autoritaet sagt, dass jeder Mensch nach einem aeußerst unmenschlichen Vorbild zu Leben haben sollte, so wird dies einfach so akzeptiert. In dieser Situation befinden wir uns noch nicht; doch das Beispiel von Orwell, dass wenn die Autoritaet sagt, dass 2 und 2 gleich 5 ist, es stimmt, rast mit unglaublicher Geschwindigkeit auf uns zu. Nunja, nun eher mit glaublicher Geschwindigkeit, da man diesen Politikern wie Merkel sogar noch was abkauft, wie etwa, dass sie etwas fuer die Menschen tun.

Politiker wie Merkel tun was fuer den Kapitalismus und somit auch direkt dagegen. Mindestlohn? Pff, weg damit! Ueberwachung? Her damit! Diese Menschen muessen wir 24/7 ueberwachen, damit wir sie bei den kleinsten Vergehen erwischen koennen und das Grundgesetz verbrennen koennen! “Geistiges” (imaginaeres) Eigentum? Ja, klar, wir muessen den Verbraucher demuetigen! Die Musikproduzenten brauchen mehr Geld! Die sogenannten Kuenstler sind ja eh nur deren Handpuppen, die schoen brav alles tun. Dafuer bekommen sie auch ein kleines, sehr kleines, Stueckchen vom ungerechten Kuchen.

Dies sei aber fuer heute genug. In den naechsten paar Tagen werde ich auf die einzelnen Themen genauer eingehen. Dass wir rein zufaellig nebenher das Thema “Gerechtigkeit” in Ethik haben ist der Effekt einer Vakuumfluktuation.

Ein kleines bisschen sehr viel

Tuesday, April 29th, 2008

Selbstbeweihraeucherung schadet nie. Denn, nachdem ich das Vista der *nixe auf 8.04 upgedatet(TM) habe, musste ich erst einmal feststellen, dass diese Saeue XMMS aus ihren Repositories rausgeschmissen haben. Meinen Lieblingsplayer. XMMS2 ist jedenfalls noch drin, allerdings mag ich XMMS mehr. Gut, ich kann eh aus Quellcode kompilieren, also schnell den Quellcode fuer XMMS auf xmms.org geholt; kompilieren und hoffen, dass wenigstens der Großteil der Abhaengigkeiten schon installiert ist. Es ging, bis auf ein kleines Dingens namens libxmms.so.1, welches ich erst nach /lib kopierte, nachdem ich bei “xmms” in “usr/local/bin/” die Datei xmms (binaer) etwas gelesen habe. U.a. stand da neben vielen @-Zeichen und so, auch relativ am Anfang etwas wie “lib/…”, was mich darauf brachte, dass ich vielleicht aus “usr/local/lib” die Datei libxmms.so.1 nach /lib kopieren sollte.

Nun klappt’s.

Ich denke mal, dass ich erst einmal bei 8.04 bleiben werde und Ubuntu nicht weiter updaten werde. Entweder ganzer Support fuer meine Faulheit, bis auf in ein paar seltenen Faellen, bei denen ich die brandneuesten Sachen moechte, oder kaum welchen, wie bei Slackware. Am Wochenende wird Windoof geplaettet und neu mit 30GB aufgesetzt; auf den Rest der Platte werden dann meine anderen *nix-Distros kommen.

Achja: Firefox Numero 3 ist zu aufgetakelt. Wenn ich was in der URL-Leiste eingebe, zeigt das mir auch noch große Buttons und Extrainfos ein, die mich gar nicht interessieren. Ich will ‘ne URL-Liste und keinen URL-Ordner in Listenform. (Bzw. gibt es keinen Firebug fuer Firefox 3. Damit kann man HTML ziemlich gut analysieren.)

So long.

Noch was: Akismet ist anscheinend relativ schlecht. Zumindest musste ich die letzten 4-6 Spams in den letzten Wochen selber loeschen.

Mein kleines Bootabenteuer

Saturday, April 19th, 2008

Seit ein paar Monaten habe ich immer wieder mit GRUB zu kaempfen. Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass GRUB irgendeinen miesen Bug hat oder die Ubuntus einfach nur keine Ahnung von Bootloadern haben. Jedenfalls werde ich mal hier eine meiner Odysseen aufschreiben:

Heute, ausgerechnet an einem ganz guten Tag, stehe ich auf und habe Kopfschmerzen. Gut, die machen eh nichts, habe ich eh meistens. Aber, aber! Ich will mich ja heut etwas ausruhen und erfreuen … hmm, schnell noch was ueber die Proportionalitaet der schweren und traegen Masse unter Ubuntu lesen, dann rebooten. Dabei erinner’ ich mich an dieses doofe Grub, welches meint, dass meine Ubuntuplatte auf (hd0) ist, obwohl sie auf hdb ist (genauer: hdb1, in Grubsyntax also (hd1,0)). Ah, naja, wenigstens erkennt es ja Windoof richtig. Jut, was ham wir da? Diablo II, natuerlich. Schnell noch ein paar Musikdateien in Winamp einwerfen, dessen Interface keine Chance gegen das von XMMS hat, und dann spielen.

So weit so gut. Median rockt. Spiel ich so vor mich hin, als dann ploetzlich mein Bildschirm schwarz wird und mein Sound streikt. Gut, Windoof ist eh Scheiße, rebooten. Nochmal Diablo II und so. Gleiches Spiel. Gedanke: “Ach, fick dich du scheiß Windoof, ich formatier’ dich in den naechsten Tagen. Geh ich eben meinem ueblichen Ge*nixe nach.” Hach, wie schoen das doch gewesen waere, denn: Resetten (eingedeutscht, zusaetzliches t, damit es phonetisch korrekt ist; ich mag eigentlich keine Anglizismen, allerdings brauch man das halt in der deutschen *nix-Community, oder *nix-Gesellschaft, fuer die Germanisten) und dann mit leckerem, toastbrotartigem Pizzabrot in der Hand lesen, dass sdb1 corrupt sein soll. Danach noch das selbe mit sdb3 und sda1. Hach … hochfahren tut er dann trotzdem, obwohl man nicht tut sagen tut. So, gut, Logs durchschaun, nichts. Hmm, hda1 ist nicht gemountet, mal mit “mount /dev/sda1 /media/hda1”, oder so, mounten. Ach, nee, ja, sudo. Nee, nee, da meckert die Konsole rum: Die Partition wurde nicht richtig runtergefahren.

Achtung, Achtung, nun forciere ich Grub hda1 zu mounten, indem ich in /etc/fstab noch am Ende der Optionen meines Windoofeintrags ein “force” einfuege. Rebooten. Ubuntu booten. Schoen, klappt alles. Allerdings zeigt es mir vorher noch an, dass die NTFS-Partition immer noch irgendwie am Laufen ist. Gut, neu booten, Windoof versuchen zu booten. Mit ueblichen “root (hd0,0)” und so, klappte ja alles vorher. Nichts. Dann eben “rootnoverify (hd0,0)”. Schoen, beim Booten habe ich nun einen Technosound, der nur einer wiederholt falschen Eingaben gleichkommen kann. Resetten. Ubuntu hochfahren und kurz das man von Grub konsultieren. Gut, gut, ich soll’s mit “map (hd0) (hd1)” und “map (hd1) (hd0)” probieren. Fangfrage: Wo wird das platziert? Anscheinend nach “rootnoverify (hd0,0)”. Denn dann konnte ich endlich, verdammt nochmal, Windoof booten und es richtig herunterfahren.

Oh, was fuer eine Odyssee. Immerhin habe ich nun mal wieder mehr Erfahrung mit Grub. Ab mit der Loesung in das Cheat Sheet, welches ich in letzter Zeit hier ansammle. Wird schon noch frueh genug veroeffentlicht. Nee, nee, das wird in mehreren Dingsen erscheinen.

Erkannt

Monday, April 14th, 2008

Zwei Merkmale eines jeden kommunistischen Systems in einer Welt, die kapitalistische Laender, die technologisch weit entwickelt sind und den Kommunismus nicht moegen, enthaelt, sind eine Art von Zensur und eine Art von Mauer.

Beispiel: Ehemaliges Ostdeutschland. Zensur hatten wir in Form von der Stasi, die die richtig aufstaendischen Leute hochnahm. So wurden extrem regimekritische Personen aussortiert; die weniger aufstaendischen, die das Land so ertragen konnte, wurden “nur” ueberwacht. Die Mauer sollte klar sein.

Beispiel: China. Zensur in Form von Internetzensur und Geheimdiensten; im Internet kann man nicht besonders viele Seiten mit irgendwelchen politischem (und somit i.d.R. typisch westlichen antichinesischem Geruempel) Inhalt anschauen. Geheimdienste werden wohl aehnlich wie im ehemaligen Ostblock eingesetzt. Die Mauer existiert physisch nicht; allerdings plant ja China die große Firewall, oder wie das diese Namensschoepfer nennen. Chinesen haben eine Art von Reisefreiheit; ob das fuer die gesamte Welt gilt, oder diese irgendwie beschraenkt ist, weiß ich nun leider nicht.

Warum brauchen kommunistische Systeme in einer solchen Welt solche Dinge? Damit sie nicht von den wirklich extrem antikommunistischen, kapitalistischen Medien niedergekloppt werden; Deutschland und neutrale Berichterstattung? Nicht nur BILD schreibt Schrott, auch SPON und Co. schreiben immer wieder einfach nur Sachen, die nicht stimmen. Sie benutzen die Sprache aehnlich, wie die amerikanischen Medien, die bei getoeteten Palaestinenser von “sterben” sprechen und bei getoeteten Israelis tatsaechlich von “getoetet” oder gleich “ermordet” sprechen. (Hier noch ein paar Infos zu den sog. neutralen und tollen westlichen Medien.) Außerdem berichteten sie etwa beim Fackellauf in London nur von maschinellen Chinesen, die gigantisch, durchtrainiert und voellig muskelbepackt waren und sich durch die Straßen mit der Flammentraegerin boxten, obwohl die britische Polizei etliche Demonstranten niederknueppelte und deren Menschenrechte ignorierte. Naja, die sahen aber auch echt komisch aus und so! Wird schon so irgendwie stimmen. Heutzutage braucht man nicht so viel Genauigkeit, so eine schwammige Berichterstattung ist sicherlich nicht schlecht.

Um nicht ganz abzukommen und es abzuschließen: Kommunistische Staaten brauche in einer solche Welt, in der wir Leben, eine Art von Schutz vor der Außenwelt. Wuerde jeder Chinese etwa die aggressive Berichterstattung der westlichen Medien gegenueber China dauerhaft sehen, so wuerden sich einige nach etwas Zeit fragen, warum es ihnen denn eigentlich nicht so ganz optimal wie denen im Westen geht und warum sie denn angeblich unterdrueckt werden. Klar, manche kommunistische Staaten scheißen immer wieder auf Menschenrechte, aber das koennen wir westlichen Staaten doch viel besser; etwa Amerika, oder Frankreich, oder Großbritannien, oder auch bald Deutschland. Denn: Wer braucht schon so ‘ne Privatsphaere? Die stoert den Ermittler nur, so kommt der doch nie auf die Hintermaenner des “Terroristen”, der zu einer Chance von 1 : n!!!^Googolplexplexplex mit n >> 70! einen toete. (Gut, statistisch gesehen, waere die Chance wohl noch geringer, dass man in Europa von einem Terroristen getoetet wird, aber egal.)

So long. (Dieser Beitrag wird nicht probegelesen werden, da ich keine Zeit habe. Diese Erkenntnis kam mir nebenbei, ergo musste ich sie sofort niederschreiben.)

Anm. vom 22/6/08: Die Ueberwachung faende in reinen kapitalistischen Systemen, die zu einer Meritokratie (Nur Belohnungen durch Leistung.) mutiert sind, wohl kaum statt, da sie kontraproduktiv waere; außer, natuerlich, um den Wettbewerb anderer auszuspionieren. Da solche Systeme am ehesten von Personen, die einen moralischen Berg erklommen haben, ohne auch nur am Fuß dessens gewesen zu sein, gegruendet werden, wird dann scheinheilig eine Klausel mit in die Verfassung des Systems genommen, die sowas fuer illegal erklaert, da das nicht die eigene Leistung ist. Allerdings sind Richter bekanntlich auch bestechlich. (Mal ganz unabhaengig davon, dass diejenigen, die an der Macht sind, es sich da oben richtig gemuetlich machen und alles `demokratisieren’ und somit - komischerweise - sich selbst sichern; zumindest, wenn die Person, die dann an der Macht ist, die Meritokratie nicht mag.)

Ich wusste es

Sunday, April 13th, 2008

Ich lese gerade ueber Google Books das Buch “Skurrile Quantenwelt” von Silvia Arroyo Camejo, die ja auch schon beim Spiegel unter “21 unter 21″ (Propaganda, imo) vorkam. Sie soll ja so ein uebliches, jugendliches Genie sein, oder so in der Art - aber schon im ersten Kapitel einen Fehler machen, der mir, einem Mittelstufler, der sich langsam nebenher die Quantenmechanik beibringt, auffaellt? Ich zitiere:

[…] Genauer gesagt bilden die elementaren Quarks besagter Nukleonen [(Protonen & Neutronen)] zusammen mit den Austauschteilchen (Wechselwirkungsbosonen) [Eichbosonen] der starken Kernkraft vielmehr ein kompliziertes, konfuses Gemenge aus Quarks, Antiquarks [rofl] und verschiedenen Gluonen, ein sogenanntes Quark-Gluonen-Plasma [!], doch dürfte dies nichts Wesentliches an der Kernsaussage ändern. […]

(http://tinyurl.com/4beztk)

Man beachte meine Zusaetze in eckigen Klammern. Antiquarks? Vielleicht in Antiteilchen, etwa einem Antiproton, aber doch nicht so. Aber Quark-Gluonen-Plasma? Das ist der Zustand, den die Quarks und Gluonen erreichen, wenn sie so heiß sind, dass die sich fuer kurze Zeit frei bewegen koennen. D.h. dass die Gluonen nicht mehr in der Lage sind, diese in ‘nem Gespann einzuspannen (confinement). Wuerde sowas staendig herrschen, haette sie jedenfalls keinen solchen fatalen Fehler (eine sehr haeufige Alliteration, btw; heute habe ich diese schon 3 mal waehrend des Schreibens geschrieben) gemacht, da dann gar kein Leben moeglich waere. Allerdings erlaubt unser Universum sowas eh nicht, da es eh die ganze Zeit abkuehlt und so.

Achja: Dass Protonen aus 2 up-Quarks und einem down-Quark bestehen kann man sich mit “Pruudon” merken; analog dazu, beim Neutron, das “Neuddron”. Desweiteren kann man sich, wenn man nicht gerade zu jedem Dreck eine philosophische Frage stellt, das confinement der Quarks so vorstellen, dass Gluonen die Reiter von Streitwagen sind und die Quarks die Pferde sind; hat man ein Pferd, so wuerde man wohl eher auf dem so reiten. Hat man mehrere Pferde, spannt man die vor den Streitwagen und zwar so viele, wie eben moeglich sind. (Ohne zu zerfallen, oder so in der Art; bei der Analogie waere das wohl, ohne dass die Raeder vom Karren fliegen.)

So long, Ihr Herr Berichtiger vom Zynismusamt.

E: Bah, Geizkragen, auf Seite 30 schon Ende Gelaende. Kaufen werde ich mir das nicht, im IntarnetZ gibt’s wesentlich bessere Informationen, vor allem auf Seiten mancher Unis. U.a. habe ich mir vor kurzem die komplexe Arithmetik (Rechnen mit komplexen Zahlen) mit Hilfe von dieser Seite beigebracht, die auch noch nette Informationen zu Gleichungen und Funktionen hat. (Vorsicht: Ich weiß auch nicht, ob es mit den Javaapplets dort zusammenhaengt, aber mein Computer haengt sich manchmal auf, wenn ich da auf ‘ne Seite mit ‘nem Applet gehe. Allerdings geschieht das i.d.R. nur, wenn mein Computer schon etwas laenger an ist - dass sich mein RAM inklusive meinem Swap ueberlaedt, ist unwahrscheinlich, da Firefox bei mir noch nie ueber 350MB gezogen hat und Cacao auch nicht mehr als 150MB hinbekommt - das schafft mein RAM sogar noch alleine.)

Odysee Nr. XYZACK! Jetzt knallt’s!

Monday, April 7th, 2008

Arg, da will man als einfacher Unixer sich am Abend ein Spiel installieren; ja so ein richtig boeses Killerspiel, wie es die Politiker nennen wuerden, oder aber einfach nur ein Strategiespiel. Aber Achtung! Es kommt erst das bekannte Soundproblem mit /dev/dsp, welches ich mit einem Script unter /etc/init.d/ erledigt habe. Aber es kommt ja noch beschissener: Das Spiel benutzt Punkbuster. Punkbuster kickt mich die ganze Zeit wegen einem “#20004 integrity error” oder so, also, da ja mein Punkbuster nicht auf dem aktuellen Stand sei. Beim ersten Mal: pbweb.x86 NOCHMALS gestartet, obwohl ich das schon, nachdem ich das Spiel gepatcht habe, getan habe. Oh, siehe da: Es funktioniert … nicht.

Ergo: Googeln, googeln, googeln, Zeit verschwenden. Keine Loesung funktioniert. Weder, dass ich .$name in /home/$user/ zu .$name.bak mache, noch, dass ich etwa versuche, das pbsetup.run zu starten, welches nicht starten moechte, obwohl ich es mit chmod a+x allen zugänglich gemacht habe. Gar nichts.

Insofern: Entweder ich bin viel zu dumm, um das Problem zu loesen, was so wahrscheinlich ist, wie dass Gluonen urploetzlich die schwache Wechselwirkung repraesentieren, oder aber die *nixe sind noch nicht reif fuer Spiele. Bei manchen scheint es ja zu klappen; ich weiß ja auch nicht, was das soll. Der Punkbusterbug scheint auch bei manchen Windoofern zu sein. Scheißendreck, ne.

Das. Ist. Scheiße!

Saturday, April 5th, 2008

So, denkt sich der unschuldige trinox mal: “Hach, setze ich mir mal mein System neu auf, da apt eh so arg spinnt, dass ich in keinem Forum dazu eine Loesung gefunden habe.”

Nungut, erst nochmal geschaut auf welcher Platte Ubuntu ist: hdb0. Ich hab’s ja damals auch einfach so installieren lassen. Schoen und gut. Die Live-CD herausgekramt, ins Laufwerk rein, neugestartet, von der CD gebootet. Trallala, da ich das ohne großes Denken machen wollte, habe ich den graphischen Installer benutzt: Da die Sprache, drueben die Zeitzone und noch die Keyboardeinstellung … oh, ja Partionieren! Natuerlich mache ich das manuell, ich will ja dieses Mal /home und / trennen, damit ich dann ohne großes Trara updaten kann. Ja, aufgeteilt, so mit den schlappen 40GB (dezimal). Danach installiert und gebootet … siehe da! Ein Error, welcher mir sagt, dass Grub das Teil nicht laden kann.

Statt hier jetzt noch die naechsten 4 Stunden meiner Odysee der Banalitaet und Trivialitaet zu erlaeutern, kurz und schmerzlos: Grub, wie klug das Teil ist, hat die falschen Platten genommen. Ich weiß ja, dass meine Windoofplatte hda (hd0,0 in grub-Notation) ist und meine *nixplatte hdb(hd1,blabla): Nun, Grub nennt die da schon richtig; hd0 beim Windoofbooten, hd1 beim Ubuntubooten. Nun, da ich der Meinung bin, dass nicht nur Menschen immer luegen, moechte ich nun nebenbei die House-Informatikergruppe gruenden, die meint, dass Computer auch immer nur luegen, denn Grub bootete erst richtig, als ich bei dem Bootfile von Ubuntu die erste Zeile von “root (hd1,0)” zu “root (hd0,0)” aenderte. Und siehe da, Try-and-Error funktioniert: Es geht tatsaechlich.

Ich wette, dass durch so einen kleinen Fehler schon ueber 100 Leute nicht zu *nix gewechselt sind. Wuerde Windoof nicht von Leuten zuvor installiert werden, so haette Windoof sich wohl wegen diesem graesslichen Blau bei der Installation von der Welt der OS trennen muessten.

Ich lese das jetzt nicht nochmal durch, um Fehler zu correjiereiren. Dafuer habe ich gerade zu wenig Kaffee und zu viel Wut in mir.

So long.

Kommunikationswahn

Friday, April 4th, 2008

Lumières dans la nuit schreibt hier ueber den Fortschritt - und somit auch ueber die staendige Erreichbarkeit, die manche Leute fuer selbstverstaendlich (Neudeutsch, Denglisch, Jugendsprache, Bissnaess granted) halten.

Dass manche Leute geradezu nun suechtig nach Kommunikation sind, wird wohl auch mit dem Fortschritt zusammenhaengen - Telefon, Internet, Handy und was weiß der inexistente Gott noch, was da noch kommen wird, machen Kommunikation sehr einfach. Man kann sich nicht mehr so arg auf das Treffen mit Freunden freuen, weil man diese i.d.R. jederzeit erreichen kann. Leute, die nicht mit dem Trend gehen, d.h. etwa meiner einer, der ein Verfechter von der E-Mail ist und das IRC als Zeitvertreib und gute Informationsstelle (etwa ##physics auf freenode) haelt und in IMs (nicht inoffizielle Mitarbeiter bei der Stasi; allerdings kennen die meisten Leute, die IMs (korrekter Plural nach “ausgeschrieben muss es stimmen”, denn das ist “Instant Messengers) nutzen, nicht etwas wie Privatsphaere und plappern gerne mal ueber alles, was ihnen so passiert; aktive Sterbehilfe fuer das Grundgesetz, sozusagen), also bei mir nur Jabber, eher selten da ist, werden ausgeschlossen; sie gelten als “uncool” und “altmodisch”. Ich habe immer noch kein Handy und werde mir auch niemals eins zulegen; wer ein Handy benutzt und weiß, dass sein Standort auf ein paar hundert Meter genau bestimmt werden kann, wenn es irgendwie verbunden ist, der kuemmert sich ebenso wenig um die Privatsphaere wie Schaeuble. Und da ein Handy wohl gar keinen Nutzen hat, außer fuer staendige (unabhaengig von raeumlichen/zeitlichen Verhaeltnissen, wobei die raeumlichen das zum Glueck einschraenken) Erreichbarkeit (und somit moegliche Ueberwachung) zu sorgen, ist es somit fuer den Menschen, der Privatsphaere moechte, ein contradictio in se (auch wenn ich dem Latein lieber einen Todesstoß versetzen wuerde) sich eines zu besorgen, ohne die eigenen Prinzipien zu ignorieren.

Da aber diese Menschen auch sozial sind (alle Menschen sind irgendwie sozial, denn man kann nicht einfach so den Sinn von Gemeinschaft aus dem menschlichen Gehirn loeschen; ja, sogar dieser gewissenlose Cheney, dieser Kriegstreiber, wird irgendwie sozial sein) und Leute, die auch Personen ohne staendige Erreichbarkeit akzeptieren, immer seltener werden, werden sie immer mehr gezwungen ihr Prinzip der Privatsphaere aufzugeben. Wenn man jemandem, dem man IRL etwa in einem Café trifft und man sich schnell mit ihm anfreundet, sagt, dass man eben kein Handy hat, wird diese Person irritiert sein; zumindest ist die Wahrscheinlichkeit unglaublich hoch. Sogar unsere Steinzeitpolitiker nutzen ja Handys, obwohl sie ja das Internet als boeses Irgendwas ansehen und absolut keine Ahnung haben, was das denn eigentlich ist.

Im Großen und Ganzem kann man sagen, dass der Fortschritt gegen sich selbst arbeitet, denn: Mehr Kommunikationsmoeglichkeiten sorgen fuer mehr Ueberwachungsmoeglichkeiten, welche i.d.R. zu einem orwellschen Staat fuehren, also einem Staat, bei dem die Entwicklung gleich Null ist. Die große Masse ist dann gerade noch so zufrieden und Leute, die etwas gegen Ueberwachung haben, sind Terroristen und Altdenker. Wie lange wird das halten? Bis dem gemeinem Buerger mal klar wird, dass er keine Rechte hat und das Volk organisieren kann. Das ist dann aber eine ferne Zukunftsvision, da so ein Staat bis dahin wohl auch schon futuristische Sachen gegen zivilen Ungehorsam hat, wie etwa Roboter.

(Und ja, die vielen Klammern kommen von Lisp. Wenn man schon so viele Klammern setzt, so kann man auch mal die 12 Klammern (mein bisheriger Rekord) am Ende einer Funktion so hinschreiben, ohne zu ueberpruefen, ob das so stimmt. Und nein, ich bin kein Mutant, da es eigentlich heißt, dass man nur 7 Dinge gleichzeitig im Kopf haben kann; die 12 zu schließenden Sexps waren ziemlich eng verbunden.)

So long.